Montag, 12. September 2016
Pennystocks Betrug oder Chance Teil II
Welcher Anbieter eignet sich am besten für den Handel mit Pennystocks?

Anleger, die überlegen, in diese unterbewerteten Aktien zu investieren, müssen auf jeden Fall einen Broker Vergleich durchführen, um den günstigsten Anbieter zu finden. Diese Wertpapiere werden vorzugsweise auf dem Handelsparkett in den USA und Asien gehandelt. Daher sollte sich ein interessierter Anleger für einen Broker entscheiden, der zu einem großen Teil auf den Handel mit US-Aktien ausgerichtet ist. Auch das Angebot asiatischer Werte sollte sich der Interessent genau anschauen. Broker mit einem gut aufgestellten US-Angebot bieten in der Regel alle US-Werte zu sehr fairen Konditionen an. Die Gebühren für Pennystocks müssen jedoch sehr gering sein, da sich das Investment sonst nicht lohnt, denn die Handelsgebühren wären höher als der Wert der Aktien.

Nach einem ausführlichen Broker Vergleich habe ich herausgefunden, dass Lynx Broker der beste Anbieter in dieser Hinsicht ist, der US-Werte konkurrenzlos günstig anbietet. Lynx hat seinen Sitz in den Niederlanden, wird jedoch sowohl durch die niederländische als auch die deutsche Finanzaufsichtsbehörde reguliert. Der deutsche Kundensupport arbeitet von Berlin aus. Die Kundengelder unterliegen der gesetzlichen Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro. Ferner verwaltet Lynx die Kundengelder auf sogenannten segregierten Konten, was bedeutet, dass die Depoteinlagen getrennt vom Unternehmensvermögen verwaltet werden. Im Fall einer Insolvenz fällt das Kundenvermögen nicht der Insolvenzmasse anheim. Die Aktiendepots sind mit 30 Millionen US-Dollar pro Anleger geschützt. Dieser weitreichende Kunden- und Einlagenschutz ist einer der besten auf dem deutschen und europäischen Brokermarkt.

Ideal sind Anbieter, die ihren Kunden alle wichtigen Aktien rund um die gehandelten Wertpapiere zur Verfügung stellen. Auch hier gibt es auf dem Brokermarkt durchaus Unterschiede.

Betrug oder nicht?

Wer sich für Pennystocks interessiert, stolpert auch immer wieder über das Wort Betrug. Allerdings sind nicht diese unterbewerteten Aktien, sondern interne Preistreiber der Betrug. Wie in jeder Branche gibt es auch in diesem Bereich schwarze Scharfe. Betrüger kaufen massenweise Pennystocks, da sie oft für 1 oder 2 Cent zu erwerben sind. Sie kaufen große Aktienpakete, die sie anschließend mit Spams massenweise als todsichere Anlage anpreisen. Auch über Fachforen im Internet verbreiten diese „Trolle“ die vermeintlich guten Nachrichten von absoluten Geheimtipps und großen Renditechancen. Diese werden mit Begründungen wie angeblichen Prozessgewinnen, solventen Kapitalgebern und Veräußerungen von millionenschweren Werten begründet.

Nachprüfen können interessierte Anleger diese vermeintlich guten Nachrichten nicht. Je mehr potentielle Anleger auf diese angeblichen Insiderinformationen hereinfallen und Aktien erwerben, umso besser für die Betrüger. Denn unterbewertete Aktien sind sehr volatil, was bedeutet, dass sie schon auf geringe Veränderungen wie einen massenhaften Kauf oder Verkauf reagieren. Die Betrüger treiben den Kurs nach oben und fahren Gewinne ein, da sie diese Ramschaktien schon verkauft haben, bevor weitere Anleger diese kaufen. Dies bedeutet, dass die neuen Anleger auf wertlosen Aktien sitzen bleiben. Sollten Sie also jemals Adressat eines vielversprechenden Spams sein, der Pennystocks anpreist, befördern Sie diesen sofort in den virtuellen Papierkorb.

Was können Anleger tun, um ihr Risiko zu reduzieren?

Neben einem geeigneten Broker und dem Ignorieren von Preistreibern sollten sie vor allem die sogenannten Delistings im Auge behalten. Diese können ein Anzeichen eines Verfalls sein, denn es gibt auch gut etablierte Pennystocks, deren Wert nicht unter 50 Cent geht. Sinkt der Kurs nach und nach weiter, muss der Anleger diese Aktien unbedingt im Auge behalten. Allerdings ist häufig auch das Interesse an Pennystocks mit einem Kurswert von 1 oder 2 Cent groß, denn viele Trader gehen davon aus, dass der Kurs nicht mehr weiter sinken kann und langfristig bei einer effizienten Insolvenzverwaltung eventuell wieder steigt.

Ferner sollten sich Anleger darüber Gedanken machen, wenn diese Aktien ein 36- oder 52-Wochen-Hoch erfahren. An diesem Punkt ist es sinnvoll, ein paar Recherchen zu betreiben. Liegt dieser positive Trend an einer effizienten Insolvenzverwaltung, neuen Kapitalgebern oder einer neuen Geschäftsidee? Oder stehen vielleicht die zuvor genannten Preistreiber oder vermeintliche Insiderinformationen, die nur eigene Interessen verfolgen, dahinter?

Trader sollten diese gering bewertete Aktien nicht „shorten“. Wenn sie auf „short“ gehen, wetten sie darauf, dass der Aktienkurs fällt anstatt steigt. Viele Anleger verfolgen diese Strategie, weil andere Trader wiederum auf „long“ setzen, das heißt, sie wetten darauf, dass der Kurs steigt. Da Pennystocks sehr volatil sind und schon auf geringfügige Änderungen reagieren, riskiert ein Anleger, der „short“ geht, sein Investment zu einem großen Teil zu verlieren, wenn der Kurs dennoch steigt. Außerdem lassen sich nur weniger Aktien für das Shorten zu finden.

Wichtig ist, Pennystocks nicht als günstiges Investment mit hohen Renditeerwartungen zu sehen. Diese günstigen Aktien sind ideal zur Risiko-Diversifikation geeignet und sollten daher lediglich Beigabe zu einem ausgewogenen Wertpapier-Portfolio angesehen werden. Unter diesen Voraussetzungen sind Pennystocks ein ideales Investment, bei dem man nicht zu viel Eigenkapital einsetzen muss und mit etwas Geduld eine angemessene Rendite erzielt.

Erfahrene Trader lassen sich nicht von Emotionen, die sich nachteilig auf die Trades auswirken, wie zum Beispiel Gier, leiten. Sie überlegen sich eine optimale „Buy and Hold“-Strategie, mit der sie Pennystocks nicht zu lange halten, aber auch nicht zu schnell verkaufen. Diese Aktien sind nicht mit klassischen Aktien zu vergleichen, an denen viele Anleger ein starkes Interesse haben, diese langfristig zu halten, weil sie von dem dahinter stehenden Unternehmen überzeugt sind. Profis verkaufen Pennystocks, wenn sie einen Gewinn in Höhe von 20 bis 30 Prozent ihres ursprünglichen Investments (Kaufpreis) mitnehmen können. Werden diese gering bewerteten Aktien zu lange gehalten, kann das bei diesem geringen Kurswert einen Verlust bedeuten.

Pennystocks sind nur dann empfehlenswert, wenn der Emittent mindestens 100.000 Stück pro Tag ausgibt, denn bei diesem geringen Wert muss das Handelsvolumen hoch sein, um eine entsprechende Rendite abzuwerfen. Es gibt auch immer wieder Aktien, die einen Gewinnausbruch verzeichnen, zum Beispiel durch die Einführung neuer Produkte, Änderung der Geschäftsstrategie oder ähnlichen Unternehmensprozessen. Auch Aktien, die ein 36- bis 52-Wochenhoch verzeichnet, sind geeignete Anlagekandidaten, vorausgesetzt der Emittent gibt mehr als 250.000 Aktien pro Tag aus. Der Trader sollte sich jedoch zuvor über die Gründe dieses positiven Marktverlaufs informieren, um sicherzustellen, dass keine Preistreiber (Spams, Pump and Dump) dahinter stecken. Für die meisten Anleger kommt das zwar sowieso nicht in Frage, aber man sollte nie mehr als 10 Prozent des täglich gehandelten Volumens in sein Portfolio stecken.

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