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Samstag, 10. September 2016
Pennystocks Betrug oder Chance Teil I
dallas1972, 21:14h
Pennystocks sind Aktien, die zu einem Kurswert von nur wenigen Cents außerhalb der regulären Börsenplätze gehandelt werden. In der Eurozone werden alle Aktien, die zu weniger als 1 Euro gehandelt werden, unter diesem Begriff zusammengefasst. Auch in anderen Ländern gilt, dass diese Aktien weniger als eine Einheit einer nationalen Währung wert sind. Nur in den USA ist dieser Begriff weiter gefasst, hier werden Pennstocks ab einem Wert unter 5 US-Dollar gehandelt.
Gering bewertete Aktien, Teufelszeug oder Renditechance?
Die Beurteilungen dieser Aktien fallen recht unterschiedlich aus, die einen loben sie als wahre Rendite Chance mit wenig Verlustrisiko, die anderen sagen: „Hände weg von Pennystocks, das ist pure Zockerei“.
Ich wollte es selbst wissen und habe eine umfangreiche Recherche betrieben und ein paar dieser gering bewerteten Aktien über mein Demokonto eine Chance gegeben. Dabei habe ich herausgefunden, dass sie weder so schlecht sind wie ihr Ruf, noch der Heilsbringer schlechthin sind. Wie bei allen Finanzinstrumenten, die an der Börse gehandelt werden, kommt es auf die richtige Herangehensweise an. Wenn ein Anleger mit ein bisschen Verstand an diese Angelegenheit herangeht, sind Pennystocks durchaus eine lohnenswerte Zutat zu einem ausgeglichenen Wertpapier-Portfolio. Mit ausgeglichen meine ich, dass diese unterbewerteten Aktien nie mehr als 15 Prozent des gesamten Investments betragen sollte. Es kommt wie bei allen Anlagestrategien also auf die ideale Risiko-Diversifikation an.
Wodurch unterscheiden sich Pennystocks von handelsüblichen Aktien?
Zuerst einmal, wie eingangs erwähnt, durch ihren geringen Kurswert. Nun fragt sich der interessierte Anleger, warum Unternehmen Aktien zu so einem geringen Kurswert ausgeben, irgendwie kann das doch nicht richtig sein. Für diese Wertpapiere gibt es auch die wenig schmeichelhafte Bezeichnung Ramschaktien, da sie, wie viele meinen, regelrecht verhökert werden. Auch in dieser Hinsicht kommt es auf die Sichtweise an. Nicht jede Aktie mit einem geringen Kurswert hat einen Ramschstatus, die Gründe hierfür sind vielfältig. Allerdings muss man fairerweise sagen, dass Aktien erfolgreicher Unternehmen, zum Beispiel die DAX-Schwergewichte, in diesem Segment nicht zu finden sind.
Wer gibt Pennystocks aus?
Tatsächlich finden sich in diesem Segment häufig Aktien von Unternehmen, die in finanzielle Schieflage geraten sind oder die von einer Insolvenz bedroht sind. Warum investieren Anleger in Aktien mit so einer prekären Ausgangslage? Ganz einfach, weil der Finanzmarkt aus fast allen Finanzderivaten noch etwas herausholen kann. Eine finanzielle Schieflage eines Unternehmens oder eine drohende Insolvenz müssen nicht zwingend das „Aus“ bedeuten. Häufig kommt es vor, dass der Insolvenzverwalter das Schicksal des Unternehmens mit liquiden Investoren doch noch abwendet. Auch ist es möglich, verbleibende Werte wie Marken- und Patentrechte, Immobilien, Fuhrpark und Maschinen zu veräußern. Wenn es allerdings erst einmal so weit gekommen ist, ist es nicht gut bestellt um das Unternehmen.
Manchmal kann jedoch auch in so einer Situation das Steuer noch einmal herumgerissen werden. Allerdings müssen sich Anleger bewusst sein, dass realisierte Werte zuerst in die Konkursmasse einfließen und zuerst die Gläubiger bedient werden und dann erst die Aktionäre. Ob sich ein Investment in so ein Unternehmen lohnt, kann der Anleger auch selbst feststellen, indem er die Entwicklung rund um das Unternehmen durch Zeitungsberichte, Fernsehen und Internet sehr genau beobachtet. Häufig finden sich echte Schnäppchen unter diesen Pennystocks.
Ein gutes Beispiel aus der Kategorie „Insolvenz“ ist die Baumarktkette Praktika. Nachdem das Unternehmen den Insolvenzantrag gestellt hatte, gab es unterbewertete Aktien aus. Bereits nach einem Tag war ein Drittel der Wertpapiere vergriffen, denn einerseits wollten die Investoren wenigstens noch einen Teil ihres Geldes retten, andererseits hofften Spekulanten auf diese Weise einen guten Gewinn bei einem vergleichsweise geringen Einsatz mitzunehmen.
Ein weiterer Grund dafür, dass Unternehmen unterbewertete Aktien ausgeben kann eine Unternehmensübernahme sein oder einfach der Wunsch, die hohen Transparenzanforderungen des regulären Börsenhandels zu umgehen.
Wo werden Pennystocks gehandelt?
Diese gering bewerteten Aktien werden hauptsächlich auf dem amerikanischen und asiatischen Markt angeboten. Sie werden nur selten über reguläre Börsenhandelsplätze, sondern über die sogenannte OTCBB-Börse gehandelt. Es handelt sich um ein vollautomatisches amerikanisches Handelssystem. OTC steht für Over the Counter, was übersetzt „der freie Markt“ bedeutet. Pennystocks werden demzufolge auf dem freien Markt angeboten, was bedeutet, dass es für sie keine Börsenregulierung und damit wesentlich geringere Transparenzstandards gibt als für börsennotierte Aktien. Der Handel mit einer Aktie ist eigentlich eine Wette darauf, wie gut das jeweilige Wertpapier und damit das dahinterstehende Unternehmen an der Börse abschneiden werden.
Zu börsennotierten Aktien stehen den Anlegern jedoch auf Grund der Regeln des Wertpapierhandelsgesetzes und der Börsenaufsicht (SEC) alle notwendigen Informationen wie Emissionsprospekt, Bilanzen oder Geschäftsberichte zur Verfügung. Bei Pennystocks stehen diese Informationen nur sehr eingeschränkt oder gar nicht zur Verfügung. Es ist schwierig, für diese Aktien Käufer zu finden, daher sind sie wenig liquide. Deutsche Pennystocks werden auch an der Börse Frankfurt gehandelt.
Gering bewertete Aktien, Teufelszeug oder Renditechance?
Die Beurteilungen dieser Aktien fallen recht unterschiedlich aus, die einen loben sie als wahre Rendite Chance mit wenig Verlustrisiko, die anderen sagen: „Hände weg von Pennystocks, das ist pure Zockerei“.
Ich wollte es selbst wissen und habe eine umfangreiche Recherche betrieben und ein paar dieser gering bewerteten Aktien über mein Demokonto eine Chance gegeben. Dabei habe ich herausgefunden, dass sie weder so schlecht sind wie ihr Ruf, noch der Heilsbringer schlechthin sind. Wie bei allen Finanzinstrumenten, die an der Börse gehandelt werden, kommt es auf die richtige Herangehensweise an. Wenn ein Anleger mit ein bisschen Verstand an diese Angelegenheit herangeht, sind Pennystocks durchaus eine lohnenswerte Zutat zu einem ausgeglichenen Wertpapier-Portfolio. Mit ausgeglichen meine ich, dass diese unterbewerteten Aktien nie mehr als 15 Prozent des gesamten Investments betragen sollte. Es kommt wie bei allen Anlagestrategien also auf die ideale Risiko-Diversifikation an.
Wodurch unterscheiden sich Pennystocks von handelsüblichen Aktien?
Zuerst einmal, wie eingangs erwähnt, durch ihren geringen Kurswert. Nun fragt sich der interessierte Anleger, warum Unternehmen Aktien zu so einem geringen Kurswert ausgeben, irgendwie kann das doch nicht richtig sein. Für diese Wertpapiere gibt es auch die wenig schmeichelhafte Bezeichnung Ramschaktien, da sie, wie viele meinen, regelrecht verhökert werden. Auch in dieser Hinsicht kommt es auf die Sichtweise an. Nicht jede Aktie mit einem geringen Kurswert hat einen Ramschstatus, die Gründe hierfür sind vielfältig. Allerdings muss man fairerweise sagen, dass Aktien erfolgreicher Unternehmen, zum Beispiel die DAX-Schwergewichte, in diesem Segment nicht zu finden sind.
Wer gibt Pennystocks aus?
Tatsächlich finden sich in diesem Segment häufig Aktien von Unternehmen, die in finanzielle Schieflage geraten sind oder die von einer Insolvenz bedroht sind. Warum investieren Anleger in Aktien mit so einer prekären Ausgangslage? Ganz einfach, weil der Finanzmarkt aus fast allen Finanzderivaten noch etwas herausholen kann. Eine finanzielle Schieflage eines Unternehmens oder eine drohende Insolvenz müssen nicht zwingend das „Aus“ bedeuten. Häufig kommt es vor, dass der Insolvenzverwalter das Schicksal des Unternehmens mit liquiden Investoren doch noch abwendet. Auch ist es möglich, verbleibende Werte wie Marken- und Patentrechte, Immobilien, Fuhrpark und Maschinen zu veräußern. Wenn es allerdings erst einmal so weit gekommen ist, ist es nicht gut bestellt um das Unternehmen.
Manchmal kann jedoch auch in so einer Situation das Steuer noch einmal herumgerissen werden. Allerdings müssen sich Anleger bewusst sein, dass realisierte Werte zuerst in die Konkursmasse einfließen und zuerst die Gläubiger bedient werden und dann erst die Aktionäre. Ob sich ein Investment in so ein Unternehmen lohnt, kann der Anleger auch selbst feststellen, indem er die Entwicklung rund um das Unternehmen durch Zeitungsberichte, Fernsehen und Internet sehr genau beobachtet. Häufig finden sich echte Schnäppchen unter diesen Pennystocks.
Ein gutes Beispiel aus der Kategorie „Insolvenz“ ist die Baumarktkette Praktika. Nachdem das Unternehmen den Insolvenzantrag gestellt hatte, gab es unterbewertete Aktien aus. Bereits nach einem Tag war ein Drittel der Wertpapiere vergriffen, denn einerseits wollten die Investoren wenigstens noch einen Teil ihres Geldes retten, andererseits hofften Spekulanten auf diese Weise einen guten Gewinn bei einem vergleichsweise geringen Einsatz mitzunehmen.
Ein weiterer Grund dafür, dass Unternehmen unterbewertete Aktien ausgeben kann eine Unternehmensübernahme sein oder einfach der Wunsch, die hohen Transparenzanforderungen des regulären Börsenhandels zu umgehen.
Wo werden Pennystocks gehandelt?
Diese gering bewerteten Aktien werden hauptsächlich auf dem amerikanischen und asiatischen Markt angeboten. Sie werden nur selten über reguläre Börsenhandelsplätze, sondern über die sogenannte OTCBB-Börse gehandelt. Es handelt sich um ein vollautomatisches amerikanisches Handelssystem. OTC steht für Over the Counter, was übersetzt „der freie Markt“ bedeutet. Pennystocks werden demzufolge auf dem freien Markt angeboten, was bedeutet, dass es für sie keine Börsenregulierung und damit wesentlich geringere Transparenzstandards gibt als für börsennotierte Aktien. Der Handel mit einer Aktie ist eigentlich eine Wette darauf, wie gut das jeweilige Wertpapier und damit das dahinterstehende Unternehmen an der Börse abschneiden werden.
Zu börsennotierten Aktien stehen den Anlegern jedoch auf Grund der Regeln des Wertpapierhandelsgesetzes und der Börsenaufsicht (SEC) alle notwendigen Informationen wie Emissionsprospekt, Bilanzen oder Geschäftsberichte zur Verfügung. Bei Pennystocks stehen diese Informationen nur sehr eingeschränkt oder gar nicht zur Verfügung. Es ist schwierig, für diese Aktien Käufer zu finden, daher sind sie wenig liquide. Deutsche Pennystocks werden auch an der Börse Frankfurt gehandelt.
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