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Montag, 12. September 2016
ETFs - ein Finanzinstrument, viele Möglichkeiten
dallas1972, 23:12h
Die Abkürzung ETF steht für Exchange Traded Funds. Ich habe ein innovatives Finanzinstrument kennengelernt, das die positiven Anlageeigenschaften von Aktien und herkömmlichen Fonds auf sich vereint. In der Regel sind ETFs wesentlich weniger risikobehaftet als aktiv gemanagte Fonds. Den Grund beschreibe ich nachfolgend.
Exchange Traded Funds werden wie klassische Wertpapiere an der Börse gehandelt. Dieses Finanzinstrument kann zum langfristigen Kapitalaufbau und als kurzfristiges Spekulationsinstrument im Daytrading eingesetzt werden. Der Kurs ändert sich während eines Handelstages laufend. Um das Risiko eines Kursverlustes zu umgehen, können Trader ihre Orders mit Orderzusätzen wie „Limit!“ oder „Stopp Loss“ versehen. Wie bei klassischen Wertpapieren investieren die Anleger in einen „Wertpapierkorb“, das heißt, in verschiedene Wertpapiere, die zu einer Anlage, also einem Fonds, zusammengefügt werden. Der große Vorteil bei dieser Kapitalanlage ist die breite Risikostreuung, die in Fachkreisen auch als Diversifikation bezeichnet wird. Wie klassische Investmentfonds haben auch ETFs einen Net Asset Value. Dieser Gesamtwert bezieht sich auf alle in dem Korb enthaltenen Wertpapiere geteilt durch Anzahl der Anteile, die der Investor hält. Meistens entspricht dieser Gesamtwert nicht dem Börsenkurs.
Jetzt komme ich zum Unterschied zwischen klassischen Wertpapierfonds und ETFs. Ein klassischer Investmentfonds verfolgt immer das Ziel, eine höhere Rendite zu erzielen als der Vergleichsindex. Um diese Rendite zu realisieren, braucht diese Kapitalanlage einen Manager, der die in dem Korb enthaltenen Wertpapiere ständig mit dem Vergleichsindex, also dem Basiswert, vergleicht. Dieses Management wird als Fondsmanagement bezeichnet. Es handelt sich um einen aktiv gemanagten Fonds, während ETFs passive oder passiv gemanagte Fonds sind. Warum kommen ETFs ohne ein aktives Management aus? Ganz einfach, sie wollen den Basiswert 1:1 abbilden und setzen sich nicht zum Ziel, ihren Vergleichsindex mit einer höheren Rendite zu übertreffen. ETFs generieren also keine Rendite, sondern „schreiben“ lediglich bei ihrem Basiswert ab, und trotzdem sollen Anleger in dieses Finanzinstrument investieren? Ist das nicht widersinnig? Wer Geld anlegt, möchte schließlich Gewinne realisieren. Es ist sogar sinnvoll, in ETFs zu investieren, denn sie bringen viele Vorteile mit, zu denen ich nachfolgend komme.
Diese Geldinvestition braucht kein teures Management und verzeichnet daher nur sehr geringfügige Gebühren. ETFs unterliegen genau wie ihr klassisches Gegenstück dem Investmentgesetz (InvG). Da sie rein rechtlich als Sondervermögen klassifiziert werden, bleiben die erwirtschafteten Gewinne und das Vermögen beim Anleger und fallen im Insolvenzfall des Anbieters nicht der Insolvenzmasse anheim. Exchange Traded Funds können auf alle Anlageklassen aufgelegt werden: Rohstoffe, Immobilien, Zinswerte oder Aktien. Dieser Bereich verzeichnet laufend Zuwachs auf dem Finanzmarkt und wird damit immer flexibler. Wer mit ETFs handeln möchte, muss sich natürlich mit den Finanzmärkten und den zugrundeliegenden Basiswerten beschäftigen. Es reicht nicht aus, sich irgendeine erfolgversprechende Aktie auszusuchen und dann drauf los zu investieren. Man sollte schon wissen, was diesen Basiswert ausmacht. Rohstoffe sind schwieriger zu verstehen als Aktien oder Immobilien, denn der Rohstoffmarkt ist sehr volatil, besonders wenn auf Rohstoffe zur Lebensmittelgewinnung spekuliert wird. Ein Unwetter, und schon ist das Korn, das als Basiswert dient, hin und der Kurs geht in den Keller. Mit diesem Finanzinstrument kann der Anleger viel Geld gewinnen, aber auch viel Kapital verlieren. Was ETFs für das Daytrading so interessant macht ist die Tatsache, dass man diese wie Aktien an der Börse kaufen und verkaufen kann. Das ist bei klassischen Investmentfonds mit einem Fondsmanagement nicht möglich. Hier geht der Kauf- oder Verkaufsauftrag immer an den Fondsmanager, was eine zeitliche Verzögerung bedeutet. ETFs kann der Trader eigenständig jederzeit an der Börse kaufen und verkaufen. Da dieses Finanzderivat den Basiswert 1:1 nachbildet, ist es einfach zu verstehen und sehr transparent. ETFs sind in den meisten Fällen Indexfonds, was bedeutet, dass immer der Wert und damit die Kursentwicklung eines bestimmten Inxes abgebildet wird. Ein Indexfonds bildet immer den Wert eines an der Börse gehandelten Wertes (Index) nach. Wie einfach ETFs selbst für Anfänger zu verstehen sind, verdeutlicht das folgende Beispiel:
Ein Trader investiert in ein DAX-ETF, was bedeutet, dass der Basiswert an der Börse gehandelt wird. Steigt der Kurs des Daxwertes um 1,5 Prozent, folgt auch der ETF und zieht um 1,5 Prozent an. Das gleiche Prinzip gilt für einen fallenden Kurs. Sinkt der Daxwert um 0,5 Prozent, folgt ihm der ETF auch in diesem Fall, nur nicht nach oben, sondern nach unten. Ein weiterer Vorteil besteht in den niedrigen Gebühren. Um herauszufinden, wie es möglich ist, dass ein ETFs die gleiche Kursentwicklung durchläuft, wie der Basiswert, gibt es zwei Wege. Der sogenannte „echte Weg“ ist gleichzeitig auch der Weg des geringsten Widerstandes. In diesem Fall erwirbt der ETF-Anbieter für den „Warenkorb“ genau dieselben Aktien, die auch dem Index (Basiswert) zugrunde liegen. Experten bezeichnen diese ETFs als physisch replizierende ETFs, da sie den Basiswert 1:1 abbilden. Der künstliche, synthetische Weg ist ein einfaches Verfahren für den ETF-Anbieter, um eine weitgehend identische Performance von ETF und Basiswert zu erreichen. Grundlage hierfür ist ein sogenannter Swap, ein Tauschgeschäft. Im Gegensatz zu der ersten Möglichkeit können sich in einem ETF-Fonds ganz andere Werte befinden als im Index abgebildet. Diese Möglichkeit bietet mehr Flexibilität hinsichtlich der Auswahl der Wertpapiere, die Anleger in seinen Fonds packen möchte. In den meisten Fällen erreicht jedoch auch dieser diversifizierte Warenkorb annähernd denselben Kurswert wie der Basiswert. Diese künstlichen ETFs werden in der Fachsprache als synthetische oder Swap-basierte ETFs bezeichnet.
Exchange Traded Funds werden wie klassische Wertpapiere an der Börse gehandelt. Dieses Finanzinstrument kann zum langfristigen Kapitalaufbau und als kurzfristiges Spekulationsinstrument im Daytrading eingesetzt werden. Der Kurs ändert sich während eines Handelstages laufend. Um das Risiko eines Kursverlustes zu umgehen, können Trader ihre Orders mit Orderzusätzen wie „Limit!“ oder „Stopp Loss“ versehen. Wie bei klassischen Wertpapieren investieren die Anleger in einen „Wertpapierkorb“, das heißt, in verschiedene Wertpapiere, die zu einer Anlage, also einem Fonds, zusammengefügt werden. Der große Vorteil bei dieser Kapitalanlage ist die breite Risikostreuung, die in Fachkreisen auch als Diversifikation bezeichnet wird. Wie klassische Investmentfonds haben auch ETFs einen Net Asset Value. Dieser Gesamtwert bezieht sich auf alle in dem Korb enthaltenen Wertpapiere geteilt durch Anzahl der Anteile, die der Investor hält. Meistens entspricht dieser Gesamtwert nicht dem Börsenkurs.
Jetzt komme ich zum Unterschied zwischen klassischen Wertpapierfonds und ETFs. Ein klassischer Investmentfonds verfolgt immer das Ziel, eine höhere Rendite zu erzielen als der Vergleichsindex. Um diese Rendite zu realisieren, braucht diese Kapitalanlage einen Manager, der die in dem Korb enthaltenen Wertpapiere ständig mit dem Vergleichsindex, also dem Basiswert, vergleicht. Dieses Management wird als Fondsmanagement bezeichnet. Es handelt sich um einen aktiv gemanagten Fonds, während ETFs passive oder passiv gemanagte Fonds sind. Warum kommen ETFs ohne ein aktives Management aus? Ganz einfach, sie wollen den Basiswert 1:1 abbilden und setzen sich nicht zum Ziel, ihren Vergleichsindex mit einer höheren Rendite zu übertreffen. ETFs generieren also keine Rendite, sondern „schreiben“ lediglich bei ihrem Basiswert ab, und trotzdem sollen Anleger in dieses Finanzinstrument investieren? Ist das nicht widersinnig? Wer Geld anlegt, möchte schließlich Gewinne realisieren. Es ist sogar sinnvoll, in ETFs zu investieren, denn sie bringen viele Vorteile mit, zu denen ich nachfolgend komme.
Diese Geldinvestition braucht kein teures Management und verzeichnet daher nur sehr geringfügige Gebühren. ETFs unterliegen genau wie ihr klassisches Gegenstück dem Investmentgesetz (InvG). Da sie rein rechtlich als Sondervermögen klassifiziert werden, bleiben die erwirtschafteten Gewinne und das Vermögen beim Anleger und fallen im Insolvenzfall des Anbieters nicht der Insolvenzmasse anheim. Exchange Traded Funds können auf alle Anlageklassen aufgelegt werden: Rohstoffe, Immobilien, Zinswerte oder Aktien. Dieser Bereich verzeichnet laufend Zuwachs auf dem Finanzmarkt und wird damit immer flexibler. Wer mit ETFs handeln möchte, muss sich natürlich mit den Finanzmärkten und den zugrundeliegenden Basiswerten beschäftigen. Es reicht nicht aus, sich irgendeine erfolgversprechende Aktie auszusuchen und dann drauf los zu investieren. Man sollte schon wissen, was diesen Basiswert ausmacht. Rohstoffe sind schwieriger zu verstehen als Aktien oder Immobilien, denn der Rohstoffmarkt ist sehr volatil, besonders wenn auf Rohstoffe zur Lebensmittelgewinnung spekuliert wird. Ein Unwetter, und schon ist das Korn, das als Basiswert dient, hin und der Kurs geht in den Keller. Mit diesem Finanzinstrument kann der Anleger viel Geld gewinnen, aber auch viel Kapital verlieren. Was ETFs für das Daytrading so interessant macht ist die Tatsache, dass man diese wie Aktien an der Börse kaufen und verkaufen kann. Das ist bei klassischen Investmentfonds mit einem Fondsmanagement nicht möglich. Hier geht der Kauf- oder Verkaufsauftrag immer an den Fondsmanager, was eine zeitliche Verzögerung bedeutet. ETFs kann der Trader eigenständig jederzeit an der Börse kaufen und verkaufen. Da dieses Finanzderivat den Basiswert 1:1 nachbildet, ist es einfach zu verstehen und sehr transparent. ETFs sind in den meisten Fällen Indexfonds, was bedeutet, dass immer der Wert und damit die Kursentwicklung eines bestimmten Inxes abgebildet wird. Ein Indexfonds bildet immer den Wert eines an der Börse gehandelten Wertes (Index) nach. Wie einfach ETFs selbst für Anfänger zu verstehen sind, verdeutlicht das folgende Beispiel:
Ein Trader investiert in ein DAX-ETF, was bedeutet, dass der Basiswert an der Börse gehandelt wird. Steigt der Kurs des Daxwertes um 1,5 Prozent, folgt auch der ETF und zieht um 1,5 Prozent an. Das gleiche Prinzip gilt für einen fallenden Kurs. Sinkt der Daxwert um 0,5 Prozent, folgt ihm der ETF auch in diesem Fall, nur nicht nach oben, sondern nach unten. Ein weiterer Vorteil besteht in den niedrigen Gebühren. Um herauszufinden, wie es möglich ist, dass ein ETFs die gleiche Kursentwicklung durchläuft, wie der Basiswert, gibt es zwei Wege. Der sogenannte „echte Weg“ ist gleichzeitig auch der Weg des geringsten Widerstandes. In diesem Fall erwirbt der ETF-Anbieter für den „Warenkorb“ genau dieselben Aktien, die auch dem Index (Basiswert) zugrunde liegen. Experten bezeichnen diese ETFs als physisch replizierende ETFs, da sie den Basiswert 1:1 abbilden. Der künstliche, synthetische Weg ist ein einfaches Verfahren für den ETF-Anbieter, um eine weitgehend identische Performance von ETF und Basiswert zu erreichen. Grundlage hierfür ist ein sogenannter Swap, ein Tauschgeschäft. Im Gegensatz zu der ersten Möglichkeit können sich in einem ETF-Fonds ganz andere Werte befinden als im Index abgebildet. Diese Möglichkeit bietet mehr Flexibilität hinsichtlich der Auswahl der Wertpapiere, die Anleger in seinen Fonds packen möchte. In den meisten Fällen erreicht jedoch auch dieser diversifizierte Warenkorb annähernd denselben Kurswert wie der Basiswert. Diese künstlichen ETFs werden in der Fachsprache als synthetische oder Swap-basierte ETFs bezeichnet.
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