Sonntag, 18. September 2016
ETF-Fonds - ein Warenkorb, viele Möglichkeiten
Damit sind die Anlagemöglichkeiten jedoch noch nicht erschöpft, denn es gibt noch weitere Möglichkeiten, um von ETFs zu profitieren. Ausschüttende ETFs-Fonds zahlen den Anteileignern ein Mal jährlich Erträge aus, die nach dem gehaltenen Anteil des Anlegers berechnet werden. Hier werden Dividendenerträge aus Aktien-ETFs und Zinsen bei Anleihen-ETFs an die Anleger ausgeschüttet. Thesaurierende ETF-Fonds reinvestieren die realisierten Fondserträge automatisch, was zum Zinseszins-Effekt führt. Auf diese Weise erhöht sich der Wert der ETF-Fonds bei guter Entwicklung kontinuierlich. Diese Anlagemöglichkeit ist vor allem für langfristig ausgerichtete Anleger die sinnvollere Alternative. Nun komme ich zu der wichtigsten Frage überhaupt: Welche ETFs gibt es überhaupt? Bei der überwiegenden Anzahl der ETF-Fonds handelt es sich um Indexfonds, mit denen alle wichtigen Indizes der Welt gehandelt werden: DAX, TecDAX, SDAX, Dow Jones und noch viele weitere börsennotierte Werte. Es gibt jedoch auch ETFs, die die Wertentwicklung bestimmter Branchen abbilden. In diesem Bereich spielen Rohstoffe eine große Rolle. Auch wenn ETF-Fonds vor allem für langfristig ausgerichtete Anleger geeignet sind, handelt es sich um ein sehr flexibles Finanzinstrument, das so einfach zu handeln ist wie Aktien. Anleger können ihre ETFs einfach und unkompliziert börsentäglich an allen wichtigen Börsenplätzen, die auch als Handelsplätze bezeichnet werden, kaufen und verkaufen.

Die wichtigen ETFs besitzen eine hohe Liquidität, weil die Nachfrage hoch ist. Daher erzielen Trader in der Regel faire Kauf- und Verkaufspreise. Der Anleger erlangt auf diese Weise eine maximale Flexibilität, da er sein Investment jederzeit wieder zu Geld machen kann, indem er seine Anteile an dem ETF-Fonds verkauft. Bei Festgeldanlagen und geschlossenen Fonds ist dies meistens nicht möglich, da bestimmte Anlagefristen einzuhalten sind beziehungsweise der vorzeitige Verkauf meistens mit Kapitaleinbußen einhergeht. Bei einem passiven Management fallen nur geringe Gebühren an. Die Börsenhandelsgebühren sind gering und ein Ausgabeaufschlag wie bei herkömmlichen Fonds entfällt. ETF-Fonds investieren nie in nur einen einzigen Wert, sondern zeichnen sich durch einen Wertpapierkorb aus, was bedeutet, jeder Fonds enthält verschiedene Anlagepapiere. Die Anleger gehen ein viel geringeres Risiko ein als bei der Anlage in Einzelwerte, da die Risikostreuung (Diversifikation) hoch ist. Sollte dennoch das eine oder andere Wertpapier in dem Warenkorb sich nicht so positiv entwickeln wie erwartet, wird dieser Verlust automatisch durch die anderen, sich günstig entwickelnden Werte aufgefangen.

Der Verlust innerhalb des ETF-Fonds wird dadurch so gering wie möglich gehalten. Mit einem guten ETF-Anbieter spart sich der Anleger die Suche nach passenden und vielversprechenden Werten, da ein ETF-Fonds automatisch aus einer Vielzahl von Einzelwerten besteht. Der Anleger spart Zeit und benötigt nicht ein so fundiertes Börsenwissen wie beim Investieren in Einzelwerte. Dass die neuen und innovativen Finanzinstrumente, die den Anlegermarkt in den letzten zehn bis 15 Jahren erobert haben, kein Werk des Teufels sind, wie manche meinen, zeigt auch die Tatsache, dass ETFs transparent und einfach zu verstehen sind. Wer in einen DAX-ETF investiert, weiß genau, dass als Basiswert ein Wertpapier aus dem wichtigen deutschen Index DAX fungiert. Diesen Kursverlauf bildet der ETF 1:1 nach. ETF-Fonds sind im Gegensatz zu klassischen Fonds mit einer günstigen Kursberechnung gesegnet, denn die aktuellen Kursberechnungen erfolgen in Echtzeit, das heißt, ohne Verzögerungen. Wer über den Begriff „Realtime-Kurs“ stolpert, weiß, dass es sich um Echtzeitkurse handelt.

Bei vielen Finanzinstrumenten wird die Kursentwicklung ausschließlich mit einer Verzögerung von meistens 15 Minuten angezeigt. Da die Finanzmärkte jedoch recht volatil sind, können 15 Minuten an der Börse für einen Trader eine Ewigkeit bedeuten. In dieser Zeit kann sich viel ändern. Bei den Finanzinstrumenten ohne Realtime-Kurse müssen die Trader entweder mit dieser Zeitverzögerung leben und Einbußen hinnehmen oder Realtime-Kurse kostenpflichtig hinzubuchen. Abhängig von dem Anbieter und dem Finanzinstrument kann sich dieser Zusatz durchaus auf 60 Euro und mehr pro Monat belaufen. Es gibt jedoch mittlerweile auch einige Anbieter, die Realtime-Kurse kostenlos anbieten, denn der Brokermarkt ist hart umkämpft und Kundenfreundlichkeit steht hoch im Kurs. Realtime-Kurse bedeuten einen unschätzbar wertvollen Vorteil, denn der Anleger kann auf jede noch so geringe Kursveränderung jederzeit angemessen reagieren. Diverse Fachstudien belegen, dass aktiv gemanagte, klassische Fonds den Markt nicht schlagen, sondern höchstens 70 bis 90 Prozent erreichen. Was sagt uns diese Feststellung? Aktiv gemanagte Fonds verzeichnen durch die Tätigkeit des Fondsmanagements, das ja eigentlich dazu da ist, jederzeit das Maximum aus der Anlage herauszuholen, vergleichsweise hohe Verwaltungsgebühren, die den realisierten Gewinn aus den Anteilen schmälern. Ein passiv gemanagter ETF-Fonds verzeichnet dagegen nur minimale Verwaltungstätigkeiten und damit sehr geringe Gebühren, da es kein klassisches Fondsmanagement gibt, das ausschließlich auf Gewinnmaximierung aus ist, sondern die Kursentwicklung der Basiswerte lediglich 1:1 abbildet und damit automatisch dem Kursverlauf des Basiswertes folgt. Eine aktive Fondsaufsicht ist in dieser Hinsicht also nicht notwendig. Daher ist es wesentlich sinnvoller, in einen passiv gemanagten ETF-Fonds zu investieren als in einen aktiv gemanagten klassischen Fonds. Denn die Gewinnrealisierung in Höhe von 70 bis 90 Prozent kann ich in diesem Fall auch ohne Gewinnschmälerung durch hohe Verwaltungsgebühren haben.

Das Sahnehäubchen ist jedoch, dass ETFs keine Derivate sind, was bedeutet, dass für die Anleger kein Emittentenrisiko besteht. Geht der ETF-Anbieter in Konkurs, bleiben die mit den ETFs erwirtschafteten Werte bestehen, da es sich um Sondervermögen handelt, das nicht der Konkursmasse anheimfällt. Zertifikate verfallen dagegen wertlos, wenn der Anbieter in Konkurs geht. ETFs partizipieren vollständig an den realisierten Dividenden bei Aktien-ETFs und Zinseinnahmen bei Anleihen ETFs. Bisher habe ich nur geschwärmt über diese Anlagemöglichkeit, und das nicht ganz zu Unrecht, ich will jedoch auch die Nachteile nicht verschweigen, denn kein Produkt, egal ob Toaster oder Finanzinstrument, hat nur Vorteile. Wie bei allen Finanzprodukten aus dem Bereich Online-Trading involvieren auch ETFs natürlich ein gewisses Anlegerisiko. Daher kann ich nur immer wieder betonen, Online-Trading ist eine sehr gute Chance auch für normale Anleger außerhalb des klassischen Bankensegments, ihr Geld gewinnbringend anzulegen.

Sie müssen jedoch bereit sein, ein gewisses Risiko einzugehen, dürfen sich nicht von Gier leiten lassen und auf keinen Fall Geld einsetzen, dass zur Aufrechterhaltung des Lebensstandards benötigt wird. Natürlich ist auch eine gewisse Kenntnis im Bereich Finanzmärkte nicht gerade nachteilig. Bevor sich ein Anleger für ein bestimmtes Finanzinstrument entscheidet, muss er sich ausführlich darüber informieren, nur so kann er feststellen, ob diese Anlagemöglichkeit zu seiner individuellen Situation passt, denn nicht alle Finanzinstrumente sind für jeden Anleger geeignet. ETFs sind nicht so sicher wie konservative Anlagestrategien, zum Beispiel Tagesgeld oder ein Sparkonto, verzeichnen dafür jedoch eine wesentlich höhere Rendite.

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Montag, 12. September 2016
ETFs - ein Finanzinstrument, viele Möglichkeiten
Die Abkürzung ETF steht für Exchange Traded Funds. Ich habe ein innovatives Finanzinstrument kennengelernt, das die positiven Anlageeigenschaften von Aktien und herkömmlichen Fonds auf sich vereint. In der Regel sind ETFs wesentlich weniger risikobehaftet als aktiv gemanagte Fonds. Den Grund beschreibe ich nachfolgend.

Exchange Traded Funds werden wie klassische Wertpapiere an der Börse gehandelt. Dieses Finanzinstrument kann zum langfristigen Kapitalaufbau und als kurzfristiges Spekulationsinstrument im Daytrading eingesetzt werden. Der Kurs ändert sich während eines Handelstages laufend. Um das Risiko eines Kursverlustes zu umgehen, können Trader ihre Orders mit Orderzusätzen wie „Limit!“ oder „Stopp Loss“ versehen. Wie bei klassischen Wertpapieren investieren die Anleger in einen „Wertpapierkorb“, das heißt, in verschiedene Wertpapiere, die zu einer Anlage, also einem Fonds, zusammengefügt werden. Der große Vorteil bei dieser Kapitalanlage ist die breite Risikostreuung, die in Fachkreisen auch als Diversifikation bezeichnet wird. Wie klassische Investmentfonds haben auch ETFs einen Net Asset Value. Dieser Gesamtwert bezieht sich auf alle in dem Korb enthaltenen Wertpapiere geteilt durch Anzahl der Anteile, die der Investor hält. Meistens entspricht dieser Gesamtwert nicht dem Börsenkurs.

Jetzt komme ich zum Unterschied zwischen klassischen Wertpapierfonds und ETFs. Ein klassischer Investmentfonds verfolgt immer das Ziel, eine höhere Rendite zu erzielen als der Vergleichsindex. Um diese Rendite zu realisieren, braucht diese Kapitalanlage einen Manager, der die in dem Korb enthaltenen Wertpapiere ständig mit dem Vergleichsindex, also dem Basiswert, vergleicht. Dieses Management wird als Fondsmanagement bezeichnet. Es handelt sich um einen aktiv gemanagten Fonds, während ETFs passive oder passiv gemanagte Fonds sind. Warum kommen ETFs ohne ein aktives Management aus? Ganz einfach, sie wollen den Basiswert 1:1 abbilden und setzen sich nicht zum Ziel, ihren Vergleichsindex mit einer höheren Rendite zu übertreffen. ETFs generieren also keine Rendite, sondern „schreiben“ lediglich bei ihrem Basiswert ab, und trotzdem sollen Anleger in dieses Finanzinstrument investieren? Ist das nicht widersinnig? Wer Geld anlegt, möchte schließlich Gewinne realisieren. Es ist sogar sinnvoll, in ETFs zu investieren, denn sie bringen viele Vorteile mit, zu denen ich nachfolgend komme.

Diese Geldinvestition braucht kein teures Management und verzeichnet daher nur sehr geringfügige Gebühren. ETFs unterliegen genau wie ihr klassisches Gegenstück dem Investmentgesetz (InvG). Da sie rein rechtlich als Sondervermögen klassifiziert werden, bleiben die erwirtschafteten Gewinne und das Vermögen beim Anleger und fallen im Insolvenzfall des Anbieters nicht der Insolvenzmasse anheim. Exchange Traded Funds können auf alle Anlageklassen aufgelegt werden: Rohstoffe, Immobilien, Zinswerte oder Aktien. Dieser Bereich verzeichnet laufend Zuwachs auf dem Finanzmarkt und wird damit immer flexibler. Wer mit ETFs handeln möchte, muss sich natürlich mit den Finanzmärkten und den zugrundeliegenden Basiswerten beschäftigen. Es reicht nicht aus, sich irgendeine erfolgversprechende Aktie auszusuchen und dann drauf los zu investieren. Man sollte schon wissen, was diesen Basiswert ausmacht. Rohstoffe sind schwieriger zu verstehen als Aktien oder Immobilien, denn der Rohstoffmarkt ist sehr volatil, besonders wenn auf Rohstoffe zur Lebensmittelgewinnung spekuliert wird. Ein Unwetter, und schon ist das Korn, das als Basiswert dient, hin und der Kurs geht in den Keller. Mit diesem Finanzinstrument kann der Anleger viel Geld gewinnen, aber auch viel Kapital verlieren. Was ETFs für das Daytrading so interessant macht ist die Tatsache, dass man diese wie Aktien an der Börse kaufen und verkaufen kann. Das ist bei klassischen Investmentfonds mit einem Fondsmanagement nicht möglich. Hier geht der Kauf- oder Verkaufsauftrag immer an den Fondsmanager, was eine zeitliche Verzögerung bedeutet. ETFs kann der Trader eigenständig jederzeit an der Börse kaufen und verkaufen. Da dieses Finanzderivat den Basiswert 1:1 nachbildet, ist es einfach zu verstehen und sehr transparent. ETFs sind in den meisten Fällen Indexfonds, was bedeutet, dass immer der Wert und damit die Kursentwicklung eines bestimmten Inxes abgebildet wird. Ein Indexfonds bildet immer den Wert eines an der Börse gehandelten Wertes (Index) nach. Wie einfach ETFs selbst für Anfänger zu verstehen sind, verdeutlicht das folgende Beispiel:

Ein Trader investiert in ein DAX-ETF, was bedeutet, dass der Basiswert an der Börse gehandelt wird. Steigt der Kurs des Daxwertes um 1,5 Prozent, folgt auch der ETF und zieht um 1,5 Prozent an. Das gleiche Prinzip gilt für einen fallenden Kurs. Sinkt der Daxwert um 0,5 Prozent, folgt ihm der ETF auch in diesem Fall, nur nicht nach oben, sondern nach unten. Ein weiterer Vorteil besteht in den niedrigen Gebühren. Um herauszufinden, wie es möglich ist, dass ein ETFs die gleiche Kursentwicklung durchläuft, wie der Basiswert, gibt es zwei Wege. Der sogenannte „echte Weg“ ist gleichzeitig auch der Weg des geringsten Widerstandes. In diesem Fall erwirbt der ETF-Anbieter für den „Warenkorb“ genau dieselben Aktien, die auch dem Index (Basiswert) zugrunde liegen. Experten bezeichnen diese ETFs als physisch replizierende ETFs, da sie den Basiswert 1:1 abbilden. Der künstliche, synthetische Weg ist ein einfaches Verfahren für den ETF-Anbieter, um eine weitgehend identische Performance von ETF und Basiswert zu erreichen. Grundlage hierfür ist ein sogenannter Swap, ein Tauschgeschäft. Im Gegensatz zu der ersten Möglichkeit können sich in einem ETF-Fonds ganz andere Werte befinden als im Index abgebildet. Diese Möglichkeit bietet mehr Flexibilität hinsichtlich der Auswahl der Wertpapiere, die Anleger in seinen Fonds packen möchte. In den meisten Fällen erreicht jedoch auch dieser diversifizierte Warenkorb annähernd denselben Kurswert wie der Basiswert. Diese künstlichen ETFs werden in der Fachsprache als synthetische oder Swap-basierte ETFs bezeichnet.

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Montag, 12. September 2016
Pennystocks Betrug oder Chance Teil II
Welcher Anbieter eignet sich am besten für den Handel mit Pennystocks?

Anleger, die überlegen, in diese unterbewerteten Aktien zu investieren, müssen auf jeden Fall einen Broker Vergleich durchführen, um den günstigsten Anbieter zu finden. Diese Wertpapiere werden vorzugsweise auf dem Handelsparkett in den USA und Asien gehandelt. Daher sollte sich ein interessierter Anleger für einen Broker entscheiden, der zu einem großen Teil auf den Handel mit US-Aktien ausgerichtet ist. Auch das Angebot asiatischer Werte sollte sich der Interessent genau anschauen. Broker mit einem gut aufgestellten US-Angebot bieten in der Regel alle US-Werte zu sehr fairen Konditionen an. Die Gebühren für Pennystocks müssen jedoch sehr gering sein, da sich das Investment sonst nicht lohnt, denn die Handelsgebühren wären höher als der Wert der Aktien.

Nach einem ausführlichen Broker Vergleich habe ich herausgefunden, dass Lynx Broker der beste Anbieter in dieser Hinsicht ist, der US-Werte konkurrenzlos günstig anbietet. Lynx hat seinen Sitz in den Niederlanden, wird jedoch sowohl durch die niederländische als auch die deutsche Finanzaufsichtsbehörde reguliert. Der deutsche Kundensupport arbeitet von Berlin aus. Die Kundengelder unterliegen der gesetzlichen Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro. Ferner verwaltet Lynx die Kundengelder auf sogenannten segregierten Konten, was bedeutet, dass die Depoteinlagen getrennt vom Unternehmensvermögen verwaltet werden. Im Fall einer Insolvenz fällt das Kundenvermögen nicht der Insolvenzmasse anheim. Die Aktiendepots sind mit 30 Millionen US-Dollar pro Anleger geschützt. Dieser weitreichende Kunden- und Einlagenschutz ist einer der besten auf dem deutschen und europäischen Brokermarkt.

Ideal sind Anbieter, die ihren Kunden alle wichtigen Aktien rund um die gehandelten Wertpapiere zur Verfügung stellen. Auch hier gibt es auf dem Brokermarkt durchaus Unterschiede.

Betrug oder nicht?

Wer sich für Pennystocks interessiert, stolpert auch immer wieder über das Wort Betrug. Allerdings sind nicht diese unterbewerteten Aktien, sondern interne Preistreiber der Betrug. Wie in jeder Branche gibt es auch in diesem Bereich schwarze Scharfe. Betrüger kaufen massenweise Pennystocks, da sie oft für 1 oder 2 Cent zu erwerben sind. Sie kaufen große Aktienpakete, die sie anschließend mit Spams massenweise als todsichere Anlage anpreisen. Auch über Fachforen im Internet verbreiten diese „Trolle“ die vermeintlich guten Nachrichten von absoluten Geheimtipps und großen Renditechancen. Diese werden mit Begründungen wie angeblichen Prozessgewinnen, solventen Kapitalgebern und Veräußerungen von millionenschweren Werten begründet.

Nachprüfen können interessierte Anleger diese vermeintlich guten Nachrichten nicht. Je mehr potentielle Anleger auf diese angeblichen Insiderinformationen hereinfallen und Aktien erwerben, umso besser für die Betrüger. Denn unterbewertete Aktien sind sehr volatil, was bedeutet, dass sie schon auf geringe Veränderungen wie einen massenhaften Kauf oder Verkauf reagieren. Die Betrüger treiben den Kurs nach oben und fahren Gewinne ein, da sie diese Ramschaktien schon verkauft haben, bevor weitere Anleger diese kaufen. Dies bedeutet, dass die neuen Anleger auf wertlosen Aktien sitzen bleiben. Sollten Sie also jemals Adressat eines vielversprechenden Spams sein, der Pennystocks anpreist, befördern Sie diesen sofort in den virtuellen Papierkorb.

Was können Anleger tun, um ihr Risiko zu reduzieren?

Neben einem geeigneten Broker und dem Ignorieren von Preistreibern sollten sie vor allem die sogenannten Delistings im Auge behalten. Diese können ein Anzeichen eines Verfalls sein, denn es gibt auch gut etablierte Pennystocks, deren Wert nicht unter 50 Cent geht. Sinkt der Kurs nach und nach weiter, muss der Anleger diese Aktien unbedingt im Auge behalten. Allerdings ist häufig auch das Interesse an Pennystocks mit einem Kurswert von 1 oder 2 Cent groß, denn viele Trader gehen davon aus, dass der Kurs nicht mehr weiter sinken kann und langfristig bei einer effizienten Insolvenzverwaltung eventuell wieder steigt.

Ferner sollten sich Anleger darüber Gedanken machen, wenn diese Aktien ein 36- oder 52-Wochen-Hoch erfahren. An diesem Punkt ist es sinnvoll, ein paar Recherchen zu betreiben. Liegt dieser positive Trend an einer effizienten Insolvenzverwaltung, neuen Kapitalgebern oder einer neuen Geschäftsidee? Oder stehen vielleicht die zuvor genannten Preistreiber oder vermeintliche Insiderinformationen, die nur eigene Interessen verfolgen, dahinter?

Trader sollten diese gering bewertete Aktien nicht „shorten“. Wenn sie auf „short“ gehen, wetten sie darauf, dass der Aktienkurs fällt anstatt steigt. Viele Anleger verfolgen diese Strategie, weil andere Trader wiederum auf „long“ setzen, das heißt, sie wetten darauf, dass der Kurs steigt. Da Pennystocks sehr volatil sind und schon auf geringfügige Änderungen reagieren, riskiert ein Anleger, der „short“ geht, sein Investment zu einem großen Teil zu verlieren, wenn der Kurs dennoch steigt. Außerdem lassen sich nur weniger Aktien für das Shorten zu finden.

Wichtig ist, Pennystocks nicht als günstiges Investment mit hohen Renditeerwartungen zu sehen. Diese günstigen Aktien sind ideal zur Risiko-Diversifikation geeignet und sollten daher lediglich Beigabe zu einem ausgewogenen Wertpapier-Portfolio angesehen werden. Unter diesen Voraussetzungen sind Pennystocks ein ideales Investment, bei dem man nicht zu viel Eigenkapital einsetzen muss und mit etwas Geduld eine angemessene Rendite erzielt.

Erfahrene Trader lassen sich nicht von Emotionen, die sich nachteilig auf die Trades auswirken, wie zum Beispiel Gier, leiten. Sie überlegen sich eine optimale „Buy and Hold“-Strategie, mit der sie Pennystocks nicht zu lange halten, aber auch nicht zu schnell verkaufen. Diese Aktien sind nicht mit klassischen Aktien zu vergleichen, an denen viele Anleger ein starkes Interesse haben, diese langfristig zu halten, weil sie von dem dahinter stehenden Unternehmen überzeugt sind. Profis verkaufen Pennystocks, wenn sie einen Gewinn in Höhe von 20 bis 30 Prozent ihres ursprünglichen Investments (Kaufpreis) mitnehmen können. Werden diese gering bewerteten Aktien zu lange gehalten, kann das bei diesem geringen Kurswert einen Verlust bedeuten.

Pennystocks sind nur dann empfehlenswert, wenn der Emittent mindestens 100.000 Stück pro Tag ausgibt, denn bei diesem geringen Wert muss das Handelsvolumen hoch sein, um eine entsprechende Rendite abzuwerfen. Es gibt auch immer wieder Aktien, die einen Gewinnausbruch verzeichnen, zum Beispiel durch die Einführung neuer Produkte, Änderung der Geschäftsstrategie oder ähnlichen Unternehmensprozessen. Auch Aktien, die ein 36- bis 52-Wochenhoch verzeichnet, sind geeignete Anlagekandidaten, vorausgesetzt der Emittent gibt mehr als 250.000 Aktien pro Tag aus. Der Trader sollte sich jedoch zuvor über die Gründe dieses positiven Marktverlaufs informieren, um sicherzustellen, dass keine Preistreiber (Spams, Pump and Dump) dahinter stecken. Für die meisten Anleger kommt das zwar sowieso nicht in Frage, aber man sollte nie mehr als 10 Prozent des täglich gehandelten Volumens in sein Portfolio stecken.

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